KENNTNISSE
• wesentliche und entscheidende Ereignisse und Entwicklungen früherer Epochen (ihre chronologische Gliederung und Einordnung) und der Gegenwart kennen
• Grundbegriffe wie System, Institution, Kommunikation, Wert, Norm, Sozialisation, Autorität, Rolle, Identität, Gruppe, Staat, Nation, …Is-men, Autonomie, Selbstbestimmung, Konflikt, Entwicklung etc. kennen
• sowohl Veränderbarkeit und als auch Beharrungsvermögen von Strukturen in längeren Zeiträumen als konstitutive Elemente der Geschichte kennen
• einen Eindruck von den vielfältigen Möglichkeiten gewinnen, die menschliche Existenz zu bewältigen
• Bedingungen und Gründe auch für den Wandel in der Darstellung der Geschichte und im Urteil über die Geschichte kennen und begreifen
FERTIGKEITEN
• politische Strukturen, wirtschaftliche und soziale Zusammenhänge verstehen, Formen und Gesetzmäßigkeiten von Beharrung, Zäsur und Veränderung analysieren und darstellen
• Anliegen sozialer Gruppen auf Grund ihrer Stellung in der Gesellschaft analysieren und auf Privilegierung und Benachteiligung hin hinterfragen
• sich sachgerecht informieren, sich in der Vielfalt der Informationen zurechtfinden und sich eine eigene Meinung bilden
• historische Quellen und Darstellungen in Text, Bild und Ton analysieren, auf implizite Standpunkte und Absichten hin überprüfen, diese in ihrem historischen Kontext verstehen und ihre Bedeutung für die Gegenwart erkennen
• Mythen als gesellschafts- und geschichtswirksame Kräfte wahrnehmen, sie von der historischen Realität unterscheiden und ihre Instrumentalisierung in Politik und Wirtschaft erkennen
• Gegenwartsprobleme mit historischen Sonden erforschen und auf diese Weise die geschichtlichen Wurzeln der Gegenwart, insbesondere auch jene des eigenen Lebensraumes identifizieren und begreifen
• den Einfluss von Mentalitäten, Lebensformen und Geschlechterrollen untersuchen
• Tatsachen und Meinungen in der politischen Diskussion unterscheiden; die eigenen Rechte im öffentlichen Bereich (Politik, Recht, Arbeit, Wirtschaft, Gesundheit) wahrnehmen
HALTUNGEN
• Andersdenkenden Respekt zollen, Auseinandersetzung mit kontroversen Meinungen und Theorien als eine Manifestation von Freiheit und als persönlichen Gewinn betrachten
• die Pluralität von Standpunkten und Lebensformen, insbesondere die Pluralität von geschichtlichen Darstellungen und Interpretationen anerkennen und aushalten
• den Spannungen zwischen der eigenen Kultur und fremden Kulturen offen begegnen und diese als fruchtbar und die eigene Identität klärend erleben
• sich für die Verwirklichung von Demokratie und Menschenrechten und für die Einhaltung von Regeln einsetzen
• die Autonomie der Einzelperson wie die Autonomie von Gruppen als einen gesellschaftlich genormten Raum zu deren Entwicklung und Entfaltung verstehen, diesen für sich selbst nutzen und anderen zugestehen
• sich als Glied einer langen Kette für ein würdiges Leben kommender Generationen einsetzen, Ereignisse, Interventionen und Entscheidungen auf ihre Nachhaltigkeit hin überprüfen
• die Beschäftigung mit kulturellen Faktoren, die das Leben der Menschen prägten und prägen (Religion, Kunst, Wissenschaft, Technik), als Bestandteil menschlichen Lebens ansehen
INHALTE
• Wandlungen des Menschenbildes an der Schwelle zwischen Mittelalter und Neuzeit: Humanismus, Renaissance und Aufklärung, die Neue Welt, Reorganisation der Gesellschaft und der politischen Einrichtungen
• Die Erste Industrielle Revolution: Bürgertum, Liberalismus, Freiheit, Soziale Frage, Arbeit, Freizeit
• Die Zweite Industrielle Revolution: Imperialismus, Nation, Nationalismus, Kolonialismus, Gesellschaft der Massen
• Der Erste Weltkrieg, der Zweite Weltkrieg: Faschismus, Nationalsozialismus, Kommunismus, Rassismus
• Freiheitsbewegungen, Demokratie, Autonomie
• Kalter Krieg, Nord-Südkonflikt, Neue Wirtschaftsräume: die Erste Welt, die Dritte Welt
• Wirtschafts- und Staatenbünde: NATO, UNO, EU, GATT
• Die Informatische Revolution, Globalisierung, die Eine Welt, NGO
• Bevölkerungsexplosion, Energieressourcen, Umwelt- und Klimaproblematik
• Geopolitisches Jetzt